Brief an meine LeserInnen

Meine Lieben,

ja, jetzt ist er also zu Ende, der Briefverkehr. Manche von euch werden aufatmen, anderen tut es leid, anderen ist es ungefähr so egal, wie wenn in China ein Sack Reis umfällt.

Mir geht es auch so. Da ist von allem ein bisschen. Erleichterung, weil die zwei einander endlich haben und mich nicht mehr jeden Tag beschäftigen, ein bisschen Traurigkeit, weil ich nicht mehr an ihrem Schicksal mitbestimmen darf und die zwei jetzt auf sich alleine angewiesen sind, ein bisschen Leere, weil ein Projekt zu Ende ist und ich mir Gedanken über ein neues machen muss. Es war ja schon auch ein bisschen so, dass ich auch tagsüber immer wieder über die zwei nachgedacht hab, mich mit ihnen identifiziert hab (vor allem mit Barbara, das war ziemlich leicht ;-) ), mich über sie geärgert und gefreut habe.
Das schönste daran war, dass ich mir endlich ohne schlechtes Gewissen total schöne Liebesbriefe schreiben durfte.

Bei euch möchte ich mich bedanken, denn ihr wart es, die die Geschichte am Leben und Laufen gehalten haben. Ohne LeserInnen hätte ich wahrscheinlich nicht weitergeschrieben. Die Tatsache, dass ihr wissen wolltet, wie es weitergeht, hat mich angetrieben, fast jeden Abend hier zu sitzen und mir zu überlegen, was nun passiert. Eure Kommentare haben mir einerseits Spaß gemacht, mich nachdenklich gemacht, mir wichtige Inputs gegegen, die ich natürlich - wie ihr wisst - auch weiterverwurschtet habe. Ich hoffe, ich habe damit nicht gegen das Copyright verstoßen.
Der Briefverkehr ist also nicht nur meine - sondern auch eure Geschichte.

Ja, und heute saß ich da, hab das ganze noch ein bisschen geordnet und in Form gebracht und gemeinsam mit meiner Freundin ein Deckblatt gestaltet und jetzt liegen Herwig und Barbara gebunden vor mir. Nein, noch sind sie nicht verheiratet, nur in einem schönen, 60 Seiten dicken Heft vereint. Das wird ab sofort bei den nächsten Lesungen verkauft.

Für Inspirationen oder die Idee für ein nächstes Projekt bin ich dankbar.

Eure Barbara

rauch - 26. Dez, 20:08

jetzt, nach dem endgültigen ende...

...kann ich es endlich sagen: ich kenne im richigen leben einen herwig und eine barbara, die waren einst ein paar. jetzt sind sie geschieden. aber beide sind glücklich. (herwig ist - kleiner unterschied - KEIN beamter...)
projektideen hätte ich einige, meine derzeitige weltherrschaft nimmt mich aber so in anspruch, dass ich dich bis 1. jänner um geduld ersuchen muss! ;-)

testsiegerin - 27. Dez, 13:08

hauptsache glücklich.
eh besser alleine glücklich zu sein als mit einem herwig unglücklich.

und ich werde mich gedulden. und weiter am projekt "poetry goes hollywood" arbeiten.
trakl sagtest du, oder? welches gedicht?
gerda (Gast) - 26. Dez, 20:57

diese liebesgeschichte möchte ich schriftlich haben.
hiermit bestelle ich sie verbindlich.
meine adresse hast du ja.

es war zuuuuuu schön, und ich bin gespannt, was dir als nächstes einfällt.
gerda

testsiegerin - 27. Dez, 13:06

wird gemacht. danke!
steppenhund - 26. Dez, 22:19

Nur damit da keine falschen Vermutungen aufkommen, weil ich so oft gematschkert hab: gefallen hat es mir auch:)

testsiegerin - 27. Dez, 13:06

ich hätte es auch ausgehalten, wenn es dir nicht gefallen hätte.
dann wäre es allerdings ein bissl masochistisch gewesen, trotzdem jede fortsetzung zu lesen ;-)

liebe grüße
b.
steppenhund - 27. Dez, 18:52

Ja, weißt Du? Die Hoffnung, die Hoffnung, .... :)
Lo - 26. Dez, 22:38

Tolle Geschichte.

Ich könnte sie mir gut in Form eines Aktenordners vorstellen. Aber das Cover da oben ist auch gelungen.
Wegen einer Bestellung werde ich selbstverständlich das amtlich korrekte Formular verwenden.

Liebe weihnachtliche Grüße an Dich.
Lo

testsiegerin - 27. Dez, 13:05

das mit dem aktenordner ist gut. aber damit der voll wird, müsste ich noch cirka 200 fortsetzungen schreiben. und ich glaub nicht, dass das herwig und barbara gut tun würde, so viele auf und abs.
na ja, vielleicht eine familiensaga. herwig der VII. verliebt sich in die Ur-ur-ur-ur-enkelin von frau sattmann-tauber.

liebe nachweihnachtliche und vor jahreswechselhafte grüße an dich
B.
Andrea (Gast) - 27. Dez, 21:24

Irgendwie

hab ich das ja gewusst, aber ich weiß ja auch, dass ich nicht 5 Mio. auf meinem Konto habe oder nen Waschbrettbauchmann oder wohlerzogene Kinder (also ich hab aus meinem Kind gerade mal 2 gemacht, passt schon! S Ablegerli reicht auch für 2)... oder meine Hunde mal nicht den Müllbeutel schreddern...
und dennoch hab ich den Hauch der Hoffnung ja längst nicht verloren....
Also mir tut s weh.
Hier so ----> zwischen Büffelhüften und Hals
Lieben Gruß
Andrea

testsiegerin - 29. Dez, 10:50

ich bin ja schon froh, dass du endlich wieder anständig kochst. wie bereitet man büffelhüften zu?
April (Gast) - 28. Dez, 16:11

Schade, dass es zu Ende ist, schön, dass es ein Happy-End gab und 'danke' für diese wundervoll witzige Unterhaltung.

testsiegerin - 29. Dez, 10:49

bitte gern. mir hat das ja mindestsens so viel spaß gemacht wie euch.
des - 28. Dez, 16:28

Von mir auch ein "Danke" für die schöne Geschichte! Ich freue mich auf die nächste. :-)

testsiegerin - 29. Dez, 10:48

ich hab ja noch keine ahnung, was die nächste wird. aber wird schon was werden ;-)
Stadl42 - 28. Dez, 18:15

Nennt man sowas 'Autovoyeurismus'?

Das träfe es jedenfalls, denn Du hast in bravoureuse-lehnerhaft'scher Art und Weise so wunderschön vorgeführt, welcher 'naheliegenden Absurditäten' des Menschen Hirn, Herz, und auch noch andere Körperteile, fähig sind. In so ziemlich jedem Satz habe ich entweder mich selber oder eine meiner durch die Jahre immer wieder wechselnden Partnerinnen gefunden.
Entlarvend, entwaffnend - Einfach SPITZENKLASSE !
Danke für diese großartige Geschichte!

Tu, felix Austria, scribe!

testsiegerin - 29. Dez, 10:47

verheiratet bin ich ja schon, also keine sorge, ich schreibe weiter.
danke für das wunderschöne lob, das rinnt runter wie milch und honig.
thisandthat - 29. Dez, 00:26

:) schön. ich bin schon gespannt auf dein nächstes projekt, das hoffentlich nicht lang auf sich warten lässt!

testsiegerin - 29. Dez, 10:49

ich sag das meiner inspiration.
erzwingen lässt sich so was eh nicht. das passiert einfach.
Miaka - 29. Dez, 13:58

ich gebe zu, über die ersten briefe bin ich nur "geflogen", ich habe auch keinen einzigen durch gelesen. aber ein paar zeilen gegen ende des briefwechsels haben mich neugierig gemacht; aber ich würde lieber eine gebundene ausgabe lesen, als mich durch die einzelnen seiten zu klicken, und bin daher interessiert zu wissen, ob man diese auch bestellen kann, oder gibt es eine lesung in wien irgendwann!? :)

caliente_in_berlin - 29. Dez, 14:09

Ooooh, so eine Lesung wär natürlich wirklich klasse...aber Wien? Seufz!
testsiegerin - 29. Dez, 19:42

Ja, die gebundene (also spiralte) version kann man für zehn euro bei mir bestellen (barbara@lehner.ws)

irgendwann lese ich sicher wieder in wien, es gibt aber noch keinen termin. wolkersdorf ist zu weit?
Tochter1 - 6. Jan, 06:33

*schöööön*


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"Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen. Schreiben ist küssen mit dem Kopf." Aus Gut gegen Nordwind - Daniel Glattauer

Selbstgeschrieben


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