Schnelles Auto, schönes Mädchen
Hier der dritte und letzte Teil der samstagabendlichen Emma-Trilogie. Geschrieben von Rosi, 14 - Nachtrag: Rosi ist erst 13
Was ich da sah, faszinierte mich total. Vor mir stand ein roter Flitzer. So einer, den ich mir schon als kleiner Junge erträumt hatte. Es war Liebe auf den ersten Blick. Wenn ich schon kein schönes Mädchen fand, wollte ich zumindest ein schönes Auto. Ich musste diesen Wagen einfach haben. Aber der Preis! Ich könnte mir das nie leisten, mit meinem kleinem Einkommen. Ich sollte mir einen anderen Job suchen! Einen, der mir Spaß machte und bei dem ich mehr verdiente. Hmm... mal sehen...
„Hey, junger Mann! Wieso umarmst du mein Auto?“
Ich blickte hinauf. Vor mir stand eine massige Frau. Die musste mindestens sechzig sein. „Öhh... also... ich meine...“
„Schon gut, Junge.“
„Also eigentlich bin ich kein J...“
„Komm, mach Platz! Ich hab’s eilig“, sagte die Dame ganz ruhig, richtete sich ihre Sonnenbrille und stieg ins Auto.
Ich musste etwas unternehmen. Jetzt oder nie. „Warten... ähm... warten Sie! Würden Sie das Auto irgendwie vermieten, oder so?“
Die Frau nahm ihre Sonnenbrille ab und lachte. „Ach, Kleiner! Diese Schrottkiste willst du mieten? Aber bitte. Komm doch einfach mal vorbei“, sagte sie und reichte mir ihre Adresse.
Am nächsten Tag ging ich gleich nach dem Frühstück los. Burgundenstraße 53. Das war nicht weit. Zehn Minuten später stand ich vor einem riesigen, prächtigen Haus mit großem Garten, mit ganzen Feldern von roten Rosen und Orchideen. Als ich da so stand und staunte, kam die Frau von gestern heraus. „Oh hallo. Du bist der, der sich mein Auto ausborgen wollte, oder?“
„Hallo. Ähhh... ja, der bin ich.“
„Na, komm doch mal rein und dann machen wir ne Fahrt!“
Ich nickte und folgte der Frau ins Haus.
“Willst du ein’ Kaffee?“
„Tee wäre mir lieber. Entschuldigung, aber könnte ich Sie... äh... mal was fragen?“
„Ja, sicher Schatz, worum geht’s?“
„Was arbeiten Sie?“
„Ich bin Spionin.“
„Oh! Ich suche nämlich einen Job, aber...“
„Du möchtest Spion werden? Gerne! Wir brauchen eh Leute, ich könnte dich unterrichten. Fangen wir doch gleich mal an! Spioniere doch einfach mal jemandem nach!“ Die Augen der Dame funkelten wie die von einem kleinen Kind vor einem Riesengeschenk. „Sagen wir... meiner Tochter.“ Sie zwinkerte mit zu.
„Okay, gerne“, nuschelte ich mit dem Mund voll Gugelhupf.
Ich schlich ich hinter der verrückten Lady die Treppen hinauf. Sie zeigte mir die Tür ihrer Tochter und drückte mir einen Kugelschreiber in die Hand. „Ihnen ist doch hoffentlich klar, dass ich einen Bericht erwarte, werter Herr Spion.“
Ich stieß die Tür auf, die sich mit einem lauten Quietscher öffnete und die junge Frau erschrecken ließ. Sie ging aber Gott sei Dank nicht nachsehen. Das Mädchen saß in einem Schaukelstuhl auf einem weißen Fell und telefonierte. Es war das schönste Mädchen, das ich je gesehen hatte. An den Wänden hingen überall Briefe und Kuverts.
„Ich sammle eben gern Briefe, ist das so schlimm? Ich lache doch auch nicht über deine Fingerhutmanie!“
„Aber Briefe sind doch viel romantischer!“ Sie fummelte an ihrem wunderschönen braunen Haar herum. Dann ließ sie die Haare los und stand ruckartig auf. „Ich werde den nächsten Mann, der mir einen Brief schreibt...“
Mein Herz begann zu rasen.
„Küssen!“, rief das Mädchen. „Ja, genau. ich küsse den nächsten Mann, der mir einen Brief schreibt.“
Ich überlegte nicht lange, fischte ein leeres Kaugummipapier aus der Hosentasche und kritzelte ein paar Worte darauf. Dann faltete ich es zusammen und schoss es ins Zimmer.
„Ich freu mich schon, dich zu küssen. Liebe Grüße.“
Was ich da sah, faszinierte mich total. Vor mir stand ein roter Flitzer. So einer, den ich mir schon als kleiner Junge erträumt hatte. Es war Liebe auf den ersten Blick. Wenn ich schon kein schönes Mädchen fand, wollte ich zumindest ein schönes Auto. Ich musste diesen Wagen einfach haben. Aber der Preis! Ich könnte mir das nie leisten, mit meinem kleinem Einkommen. Ich sollte mir einen anderen Job suchen! Einen, der mir Spaß machte und bei dem ich mehr verdiente. Hmm... mal sehen...
„Hey, junger Mann! Wieso umarmst du mein Auto?“
Ich blickte hinauf. Vor mir stand eine massige Frau. Die musste mindestens sechzig sein. „Öhh... also... ich meine...“
„Schon gut, Junge.“
„Also eigentlich bin ich kein J...“
„Komm, mach Platz! Ich hab’s eilig“, sagte die Dame ganz ruhig, richtete sich ihre Sonnenbrille und stieg ins Auto.
Ich musste etwas unternehmen. Jetzt oder nie. „Warten... ähm... warten Sie! Würden Sie das Auto irgendwie vermieten, oder so?“
Die Frau nahm ihre Sonnenbrille ab und lachte. „Ach, Kleiner! Diese Schrottkiste willst du mieten? Aber bitte. Komm doch einfach mal vorbei“, sagte sie und reichte mir ihre Adresse.
Am nächsten Tag ging ich gleich nach dem Frühstück los. Burgundenstraße 53. Das war nicht weit. Zehn Minuten später stand ich vor einem riesigen, prächtigen Haus mit großem Garten, mit ganzen Feldern von roten Rosen und Orchideen. Als ich da so stand und staunte, kam die Frau von gestern heraus. „Oh hallo. Du bist der, der sich mein Auto ausborgen wollte, oder?“
„Hallo. Ähhh... ja, der bin ich.“
„Na, komm doch mal rein und dann machen wir ne Fahrt!“
Ich nickte und folgte der Frau ins Haus.
“Willst du ein’ Kaffee?“
„Tee wäre mir lieber. Entschuldigung, aber könnte ich Sie... äh... mal was fragen?“
„Ja, sicher Schatz, worum geht’s?“
„Was arbeiten Sie?“
„Ich bin Spionin.“
„Oh! Ich suche nämlich einen Job, aber...“
„Du möchtest Spion werden? Gerne! Wir brauchen eh Leute, ich könnte dich unterrichten. Fangen wir doch gleich mal an! Spioniere doch einfach mal jemandem nach!“ Die Augen der Dame funkelten wie die von einem kleinen Kind vor einem Riesengeschenk. „Sagen wir... meiner Tochter.“ Sie zwinkerte mit zu.
„Okay, gerne“, nuschelte ich mit dem Mund voll Gugelhupf.
Ich schlich ich hinter der verrückten Lady die Treppen hinauf. Sie zeigte mir die Tür ihrer Tochter und drückte mir einen Kugelschreiber in die Hand. „Ihnen ist doch hoffentlich klar, dass ich einen Bericht erwarte, werter Herr Spion.“
Ich stieß die Tür auf, die sich mit einem lauten Quietscher öffnete und die junge Frau erschrecken ließ. Sie ging aber Gott sei Dank nicht nachsehen. Das Mädchen saß in einem Schaukelstuhl auf einem weißen Fell und telefonierte. Es war das schönste Mädchen, das ich je gesehen hatte. An den Wänden hingen überall Briefe und Kuverts.
„Ich sammle eben gern Briefe, ist das so schlimm? Ich lache doch auch nicht über deine Fingerhutmanie!“
„Aber Briefe sind doch viel romantischer!“ Sie fummelte an ihrem wunderschönen braunen Haar herum. Dann ließ sie die Haare los und stand ruckartig auf. „Ich werde den nächsten Mann, der mir einen Brief schreibt...“
Mein Herz begann zu rasen.
„Küssen!“, rief das Mädchen. „Ja, genau. ich küsse den nächsten Mann, der mir einen Brief schreibt.“
Ich überlegte nicht lange, fischte ein leeres Kaugummipapier aus der Hosentasche und kritzelte ein paar Worte darauf. Dann faltete ich es zusammen und schoss es ins Zimmer.
„Ich freu mich schon, dich zu küssen. Liebe Grüße.“
testsiegerin - 2. Mrz, 23:57


die mag ich auch,