Zu dem Ding mit der Auferstehung habe ich mal eine interessante psychologische Deutung gelesen: Seine Jünger waren ja alle abgehauen, als Jesus gekreuzigt wurde, um nicht selbst dran glauben zu müssen. Um diese Schuld vor ihrem eigenen Gewissen kleiner zu kriegen, haben sie später die Geschichte mit der Auferstehung erfunden. Diese Story wird außerdem immer blumiger, je weiter die Chronisten vom tatsächlichen Ereignis entfernt waren.
Meine Privatdeutung ist übrigens noch viel einfacher: Je näher man an den Äquator kommt, desto senkrechter scheint einem die Sonne auf den Kopf. Das ist gar nicht gut für die Gesundheit, wenn man keine Mütze auf hat. Jedenfalls habe ich noch nie von einem Eskimo gehört, der in religiöser Verzückung total ausgeflippt ist.
Dazu müsste die Kirche weitere und jüngere Evangelien zulassen, es gibt ja eine ganze Menge mehr als die in der Bibel offizialisierten. Oder aber, es müssen Kopierfehler eingebaut werden. Elektronisch geht das kaum, ich empfehle Steintafeln. Dazu passt mein zweiter Absatz von oben: Man nehme einen Mann, seinen Sohn, ein Messer, viel Sonne von oben und schicke ihn auf einen Berg. Nach ein paar Tagen kommt er den Berg wieder runtergestolpert, das Messer blutig und statt seines Sohnes schleppt er ein paar Steintafeln. Dann können wieder 2000 Jahre neue Märchen erzählt werden. Puh, was bin ich heute wieder garstig.
Weise Worte, wahr
"Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen. Schreiben ist küssen mit dem Kopf."
Aus Gut gegen Nordwind - Daniel Glattauer
Meine Privatdeutung ist übrigens noch viel einfacher: Je näher man an den Äquator kommt, desto senkrechter scheint einem die Sonne auf den Kopf. Das ist gar nicht gut für die Gesundheit, wenn man keine Mütze auf hat. Jedenfalls habe ich noch nie von einem Eskimo gehört, der in religiöser Verzückung total ausgeflippt ist.