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Offener Brief an die Bäume

Liebe Bäume und Pflanzen,

Wieder einmal lasst ihr die Zweige hängen und Blätter fallen.
Warum wehrt ihr euch nicht gegen den Herbst? Warum lasst ihr zu, wie Blüten und Früchte von euch abfallen und eure schönen grünen Blätter braun werden und verwelken? (Ja, ja, ich hab schon gesehen, dass ihr sie vorher noch rot und gelb und violett und orange anmalt.) Ihr seid doch stark, vor allem im Frühling und im Sommer, warum werdet ihr jetzt so schwach? Schämt ihr euch denn gar nicht?
Ja, ja, zuckt nur die Äste. Das ist auch eine Antwort.
Es tut gut loszulassen, nach der Fülle und Last der letzten Monate wieder frei und leicht zu werden, sagt ihr. Ihr wollt nicht besitzen, sondern schenken. Aha. Uneigennützig auch noch.
Aber woher wollt ihr wissen, dass ihr im nächsten Frühling wieder treibt?
Ihr wisst es nicht, ihr hofft nicht mal, ihr nehmt das Leben, wie es kommt, und wenn der Tod kommt, dann nehmt ihr ihn auch.

Wisst ihr, eure Herbstmetapher geht mir schon auf den Arsch. Jahr für Jahr erzählt ihr mir den gleichen Schwachsinn, von der Freude am Loslassen und an der Veränderung. Mit eurer verdammten Gelassenheit wollt ihr mich animieren, es euch gleich zu tun und die Vergänglichkeit einfach hinzunehmen. Aber merkt ihr, dass euch das nicht gelingt? Oder nur hin und wieder?
Merkt ihr nicht, welchen Stress ihr mir damit macht, weil ich ständig euer leuchtendes Beispiel vor Augen habe und mich im Vergleich dazu noch mehr als Versagerin fühle als ich es ohnehin schon tue? Weil Veränderungen für euch so leicht scheinen und für mich so schwer sind? Weil mich graue Strähnen, Abschiede und Falten beunruhigen und der Verlust von etwas, das ich liebe, mir solche Angst macht.

Deshalb ein Vorschlag in Güte. Wir machen einen Deal.
Nächstes Jahr lasst ihr die Blüten, Früchte und Blätter einfach drauf und tut so, als ob nichts geschehen wäre. Geht das? Ihr würdet mir damit auch ersparen, Tonnen von Birnenkompott zu kochen, Nüsse zu knacken und euer welkes Laub rechen zu müssen.
Ich werde im Gegenzug Veränderungen einfach akzeptieren oder mich mit ihnen arrangieren. Ich werde, was immer das Leben mir schenkt oder wegnimmt, dankbar nehmen oder gelassen nehmen lassen. Zumindest werde ich es versuchen.
Ihr müsst nicht sofort antworten, überlegt euch meinen Vorschlag einfach in Ruhe, gut? Jetzt habt ihr dann ohnehin Zeit zum Nachdenken.
Wenn ihr das mit dem Festhalten hinkriegt, dann krieg ich das mit dem Loslassen auch hin. Versprochen.

Eure Barbara

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"Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen. Schreiben ist küssen mit dem Kopf." Aus Gut gegen Nordwind - Daniel Glattauer

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