Verhör

"Was können Sie von Jessica lernen?", fragt der Coach sie, nachdem sie von den Problemen in der Bank und ihren Gefühlen der Kollegin gegenüber erzählt hat. Ihrer Hilflosigkeit und ihrer Wut, weil Jessica so gar nichts von sich zeigt und hergibt. "Man sieht Menschen oft in einem anderen Licht", fährt der Coach fort, wenn man sich überlegt, was man von ihnen lernen kann."
Hm. "Muss ich kurz nachdenken", sagt sie, denn spontan fällt ihr nichts ein. "Ich kenne sie ja kaum, obwohl sie seit zwei Jahren in der Firma arbeitet. Sie ist irgendwie total verschlossen."
"Welchen Schatz vermuten Sie denn hinter dem Schloss?"
Keinen, denkt sie. Verschlossene Truhen können manchmal auch leer sein.
Da ist nichts, worum sie Jessica wirklich beneidet, nicht um ihr Aussehen, nicht um ihre Emotionslosigkeit, nicht um irgendwelche Talente, da ist einfach nichts, was sie auch können oder wie sie auch sein will. Gar nichts. Sie denkt länger nach. Noch immer nichts. Sie denkt ganz lange nach. Da fällt ihr Jessicas Knausrigkeit ein. Die lieblos ausgesuchten Geschenke, wenn jemand in der Bank Geburtstag hat.
"O.k.", sagt sie, "ich glaub, ich hab da was. Sparsam leben könnte ich von ihr lernen."
"Das glaub ich Ihnen jetzt überhaupt nicht", sagt der Coach und lächelt.
"Warum nicht?" Dabei hat sie sich solche Mühe gegeben.
"Ich kenn Sie ja noch nicht gut", sagt er, "aber wenn Sie irgendetwas ganz sicher nicht von Jessica lernen können, dann Spaß am Leben."
rosmarin - 22. Mrz, 23:20

*kreiiiiiiiiiiiiiiiiisch*
ich kipp vom stuhl vor lachen...
herrlich!

testsiegerin - 23. Mrz, 14:00

dabei liegen spaß am leben und sparsam leben wirklich welten voneinander entfernt ;-)
viennacat - 23. Mrz, 14:34

herrlich.
es geht nix über schaasohrat sein ;-)

testsiegerin - 23. Mrz, 14:36

wobei das schon wirklich sehr, sehr ähnlich klingt, wenn man nicht besonders betont artikuliert, oder?
h. - 23. Mrz, 20:04

*niederbrech* ist das original so passiert. also bis auf jessica, aber der rest?
l-m am falschen p-c

Weise Worte, wahr

"Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen. Schreiben ist küssen mit dem Kopf." Aus Gut gegen Nordwind - Daniel Glattauer

Selbstgeschrieben


Barbara A. Fallnbügl (mein Mädchenname) Monika Pellkofer- Grießhammer
Jakob und der gewisse Herr Stinki


Barbara A. Lehner (Text) Eleonore Petzel (Musik)
Von Herzen und Seelen - CD

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