Sonntag, 17. Dezember 2006

Briefverkehr 45

Liebe Barbara,

nein, ich bin nicht beleidigt. Ich bin enttäuscht und traurig. Ich weiß nicht, was ich dir noch glauben soll und was nicht. Was für dich nur Spaß und Geplänkel ist und was du wirklich empfindest. Ich hab es dir schon einmal gesagt: Ich bin nicht dein Hampelmann. Du schreibst, du hast dich in mich verliebt, aber ich glaube, in Wahrheit bist nur verliebt in das Spiel, das du mit mir spielst. Mal ziehst du mich zu dir, im nächsten Moment stößt du mich weg. Ich glaube, du hast massive Probleme mit dir selbst und Angst, jemanden wirklich an dich heran zu lassen. Du dürftest von Männern enttäuscht worden sein. Dafür kann ich nichts und das geht mich nichts an. Ich wollte dich jedenfalls nie verletzen. Ich eigne mich aber auch nicht zum Therapeuten. Obwohl ich dich total gern auf meiner Couch liegen gehabt hätte.
Du zeigst meine Briefe – die nur dich und mich etwas angehen – deinen Freunden und Freundinnen und amüsierst dich wahrscheinlich mit ihnen darüber. Obwohl ich dich schon mal darum gebeten habe, das nicht zu tun.
Barbara, ich weiß einfach nicht, ob ich mich auf dich verlassen kann. Das ist es aber, was ich möchte und brauche. Deine Launenhaftigkeit und Ambivalenz, damit könnte ich locker leben, darin unterscheidest du dich nicht sehr von anderen Frauen, obwohl du dich von denen gewaltig unterscheidest. Hin und wieder hab ich eine Barbara hervorblitzen sehen, bei der ich das Gefühl hatte, jetzt ist sie ehrlich, jetzt ist sie sie selbst, jetzt geht’s nicht darum, mich um den Finger zu wickeln oder rhetorisch zu beeindrucken.

Ich werde am Montag mit dir keinen Kaffee trinken. Zum einen, weil meine Mutter bei mir vorbeischauen wird und ich versprochen habe, ihr bei der Steuererklärung zu helfen (ja, mach dich ruhig wieder darüber lustig, nenn mich Turnbeutelvergesser und Weichei, aber ich halte für gewöhnlich, was ich verspreche), zum anderen, weil ich glaube, dass es uns beiden nicht gut tun würde. Vielleicht nützt du die Zeit und denkst darüber nach, wie du mit mir umgehst und was du vom Leben willst. Ob es für dich nur ein großes Spiel ist, das du unbedingt gewinnen willst. Auch auf die Gefahr hin, dass deine Mitspieler verlieren.
Leb wohl.

Dein Herwig

Weise Worte, wahr

"Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen. Schreiben ist küssen mit dem Kopf." Aus Gut gegen Nordwind - Daniel Glattauer

Selbstgeschrieben


Barbara A. Fallnbügl (mein Mädchenname) Monika Pellkofer- Grießhammer
Jakob und der gewisse Herr Stinki


Barbara A. Lehner (Text) Eleonore Petzel (Musik)
Von Herzen und Seelen - CD

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