Glosse

Samstag, 10. Oktober 2009

Preis.Wert

"Die Nobel-Gang hat gerade einen Selbstmordanschlag auf sich selbst verübt."

So hat Rush Limbaugh (ein Talkshowgastgeber) die Verleihung des Nobelpreises an Barack Obama kommentiert. So ähnlich haben auch die Republikaner mit ihrem zwanghaften Beißreflex reagiert und damit bewiesen, dass konfliktfreie Kommunikation nicht zu ihren Stärken zählt.

Viel zu früh, sagen viele. In der Tat haben sie alle Recht, die Nobelpreisverleihungskritiker - Obama hat bis jetzt nichts Fassbares erreicht. Sein größter Verdienst liegt möglicherweise auch nur darin, einfach das nicht zu tun, was zahlreiche seiner Vorgänger so gern getan haben. Konsequenterweise hätte man den Preis also Obama und Bush gemeinsam verleihen müssen. (Aus dem Standard.at-Forum: „Wenn man einen Koffer wie George W. als Vorgänger hat, dann ist man automatisch eine strahlende Figur der Hoffnung.“)

Viel zu früh?
Willy Brandt hat den Preis 1971 bekommen. Da hatte er auch nicht viel mehr geleistet, als ein bissel in Polen herumzuknien. Die Ostpolitik war damals auch mehr gedacht als getan.
Und auch Bertha von Suttner hat den Friedensnobelpreis hauptsächlich aufgrund ihrer Haltung, ihrer Werte und ihrer Worte ("Die Waffen nieder") bekommen.

Viel zu früh? Wenn man die Hasstiraden gegenüber Obama verfolgt, dann muss man befürchten, dass jeder Tag später „posthum“ sein könnte.

Manche Menschen bevorzugen offensichtlich amerikanische Präsidenten, die mit Schuhen anstatt mit Auszeichnungen beworfen werden. Und bei George Bush wird niemand - nicht mal ein verkappter Kommunist in den Reihen der Nicht-Republikaner - auch nur den leisesten Zweifel daran hegen, dass er sich den Bewurf mit einem Paar dreckiger Latschen als angemessene Würdigung seines Lebenswerkes voll und ganz verdient hatte.

Obama gebührt der Nobelpreis. Weil er den Mut hatte, sich der Wahl zu stellen. Und die Kraft, die republikanischen Zombies aus dem weißen Haus zu vertreiben. Weil er kein zynisches Arschloch ist, sondern den Menschen gibt, was sie am meisten brauchen: Hoffnung.

Samstag, 25. Juli 2009

Rien ne va plus

Die beiden Herren im Casino lassen die Jetons in ihren Händen klappern. „Alles auf Rot?“
„Auf Rot? Spinnst du? Doch nicht auf Rot!“
„Na gut, dann halt auf Schwarz.“ Der Gebrauchtwagenhändler häuft das Spielgeld auf das Feld mit der Aufschrift Rouge.
„Ich glaub, Rouge heißt Rot. Denk ans Moulin Rouge.“ Der Kleine schiebt alles auf Noir. „So. Jetzt ist es richtig.“

Die Kugel rollt.

„Rien ne va plus.“
„Was hat er gesagt?“, fragt der ehemalige Autoverkäufer.
„Nichts geht mehr.“
„Ja, das stimmt. Aber alles ist möglich.“ Er reibt sich die Hände und wischt unsichtbaren Staub von seinem Schlips mit den Glitzersteinchen.
„Kein Wort davon zu den Anderen und zur Presse“, warnt der Kurze. „Die kommen uns sonst wieder mit Moral und so.“
„Moral?“ Derm dauergrinsenden Autoverkäufer friert kurz sein Grinsen ein, „was ist das schon wieder für ein Fremdwort?“
„Vergiss es“, winkt der Kurze ab. „Wir vermehren die Kohle jetzt. Stell dir vor, die Roten wollten das Geld erst investieren, in Gesundheit und Bildung.“ Er schüttelt fassungslos den Kopf.
„In Bildung? Man kann doch auch ohne Bildung was werden. Durch Arschkriechen zum Beispiel. Oder Heirat.“ Der Gebrauchtwagenhändler spricht aus Erfahrung.

Die Kugel rollt.

„23, rouge, impair, passe“, vermeldet der Croupier.
Der Grinsende grinst wieder. „Super. Passt!“
„Du Schwachkopf“, schimpft der Kurze jetzt und schwitzt. „Rouge heißt Rot und wir haben alles auf Schwarz gesetzt. Wir haben alles in den Sand gesetzt.“
„Na und?“, klopft der Lange ihm tröstend auf die Schulter, schaut auf seine Rolex und greift nach dem Champagnerglas. „War ja eh nicht unser Geld. Wir haben uns halt ein bisserl verspekuliert. Bis die draufkommen, sind wir längst mit Julius über alle sieben Meere.“

Montag, 2. Februar 2009

Gut Holz

Von wem stammt dieses Zitat:

„Ich bin einer, der den Konflikt sucht. Wenn es ihn nicht gibt, bin ich eher beunruhigt und mir ist mulmig."



A H.C.Strache

B Weihbischof Gerhard Maria Wagner

C dem Frauenmörder Jack Unterweger

D Johannes Voggenhuber

E von einem meiner Klienten, der in der psychiatrischen Abteilung untergebracht ist?







Richtig. Es ist einer, der Harry Potter für gefährlich hält. Nein, nicht E, meine Klienten hören zwar Botschaften aus dem All aus dem Amalgam, aber so durchgeknallt sind sie auch wieder nicht.
Es ist der neue Weihbischof. Der, der den Tsunami und den Wirbelsturm für die Strafe Gottes hält, denn mit New Orleans wäre nicht irgendeine Stadt versunken, sondern "eine Traumstadt des Volkes mit den besten Bordellen und schönsten Huren."

Ja, ja, ich weiß, es geht mich ja gar nichts an, weil ich längst aus der Kirche ausgetreten bin. Und der Überblick und der Einblick fehlen mir auch, wie letztens beim exexkommunzierten Bischof. Trotz des Titels meines Bogs fehlt mir der Einblick.

Es geht mich ja auch nichts an, wer neuer Schriftführer im Kegelclub "So a Sau" geworden ist. Das ist einzig und allein deren Angelegenheit.

Die Sache ist nur die: Die Kegelbrüder kegeln vor sich hin und lassen mich in Ruhe. Die hängen in den Schulklassen meiner Kinder keine schweren Kunststoffkugeln von der Decke, um meine Kinder zum Kegeln zu animieren. Die mischen sich auch nur selten in die Politik ein und sie drücken schwangeren Frauen vor Abtreibungskliniken keine kleinen Embryokegeln in die Hand. Der Kegelclub „Alle Neune“ ist auch nicht einer der größten Liegenschaftsbesitzer in Österreich. Noch nie ist mir untergekommen, dass Gromütter ihre Enkelkinder dazu nötigen, jeden Abend vor dem Schlafengehen die Kegelregeln runterzubeten.
Weil mich die Kegelbrüder und -schwestern in Ruhe lassen, weil sie mir kein schlechtes Gewissen machen, wenn ich lieber Billard spiele als zu kegeln, deshalb lasse ich sie auch in Ruhe.

Früher einmal, ganz viel früher, vor meinem Jahr im Studentinnenheim des Opus Dei (dem Teufelswerk), dachte ich ja einmal, die Kirche stünde für Versöhnung, für Frieden, für Nächstenliebe.
Ja, so naiv war ich tatsächlich einmal. Vielleicht war aber alles nur ein Hörfehler. Vielleicht sollte es nicht „Versöhnung“, sondern „Verhöhnung“ heißen. Ja, solche Verhörer kommen vor, nicht nur im „Weißen Neger Wumbaba“ (Weiße Nebel wunderbar). Freud hat ja schließlich auch „Penisneid“ verstanden, als seine Patientin von ihrem neuen Tenniskleid erzählt hat.

Ah ja. Und wenn dieser Gerhard Maria dann noch von sich sagt, dass ihm besonders die Kinder und Jugendlichen am Herzen liegen, dann krieg ich es überhaupt mit der Angst zu tun.

Amen ... pardon... Gut Hoz

Freitag, 21. November 2008

Verzicht ist geil!

Lieber Herr Präsident der Industriellenvereinigung,

Sie sind ein witziger Kerl, irgendwie. Wirklich. Die Leute mögen Sie. Ehrlich. Mit Ihrer Idee, die arbeitenden Menschen mögen auf ein Viertel ihres Lohnes verzichten, um ihre Arbeitsplätze nicht zu gefährden, haben Sie viele Freunde gewonnen. Bestimmt.

Nun war ich ja etwas überrascht, weil ich Ihnen gar nicht zugetraut habe, dass Solidarität und Verzicht Ihnen so ein Anliegen ist. (Ehrlich gesagt hab ich mich gewundert, dass Ihnen das Wort überhaupt über die Lippen kommt)

Möglicherweise haben ja die Medien nur einen kleinen Ausschnitt aus Ihrem Forderungskatalog gebracht, aus Gehässigkeit oder weil die Sie verleumden wollen. Oder aber ich war grad zum falschen Zeitpunkt auf dem Klo, denn ich habe ausgerechnet den Teil Ihrer Rede versäumt, in dem Sie verkündet haben, selbst mit gutem Beispiel vorauszugehen und auf drei Viertel Ihres Gehalts zu verzichten, weil das Ihren Lebensstandard nicht weiter beeinträchtigen würden und weil es an der Zeit ist, endlich zu teilen und sich solidarisch zu zeigen mit Menschen, die von Arbeitslosigkeit und Armut bedroht sind. Ich hab auch nicht gehört, wie Sie gefordert haben, dass Manager, Bankdirektoren und Aufsichtsratsmitglieder bereitwillig auf einen Teil Ihrer Gelder verzichten und sich zu Ihrer Mitschuld an der Finanzmisere bekennen.
Schade, dass ich das nicht mitgekriegt hab. Das haben Sie doch gesagt, oder? Oder wenigstens gedacht?

Nun ist es ja so, dass wir Angestellte in Sozialberufen sowieso ein ungerechtfertigt hohes Einkommen beziehen, weil wir ja nichts Sichtbares produzieren oder zur Gewinnmaximierung beitragen, sondern uns nur um Menschen - pardon, um "Humankapital" kümmern. Noch dazu um unproduktives, asoziales, behindertes, altes und für Sie wertloses Humankapital, das nichts zum Funktionieren der Gesellschaft beiträgt und oft nicht einmal Steuern zahlt, geschweige denn Beiträge zur Industriellenvereinigung.

Deshalb werde ich natürlich sofort auf ein Viertel meines ohnehin ausgesprochen großzügigen Gehalts verzichten. Auch das Geschenk des Geschäftsführers (€ 25,- für ein Weihnachtsessen mit dem Team, das als Ausgleich für seine Großzügigkeit aber selbstverständlich in der Freizeit und nicht in der Arbeitszeit stattzufinden hat) würde ich gerne einem Obdach- oder Arbeitslosen spenden, der genug Zeit für ein nettes Weihnachtsessen hat.

Eine (vorweihnachtliche) Bitte hab ich an Sie, Herr Präsident. Könnten Sie vielleicht ein ernstes Wort mit meiner Bank reden? Die wollen nämlich nicht freiwillig auf ein Viertel meiner Kreditraten verzichten. Auch mit der Stromgesellschaft, dem Klavierlehrer meiner Tochter, der Gemeinde, der Tankstelle und der Telekom sollten Sie sprechen. (Die Menschen dort haben im Gegensatz von Ihnen ja keine Ahnung von Solidarität). Aber machen Sie sich keinen Stress, wenn das nicht funktioniert, dreh ich die Heizung einfach am Mittwoch und am Sonntag ab. Und mein Kind könnte auch singen statt Klavier spielen.

Ich geh davon aus, dass Sie mit meinem Supermarkt und meinem Bäcker schon in Verhandlungen getreten sind und mein Kipferl morgen nur noch drei Viertel des üblichen Preises kostet, nicht wahr?

Danke, Herr Präsident, Sie sind wirklich witzig, irgendwie. Ehrlich.
Ich mach jetzt eine Flasche Wein auf und trinke auf Ihre großartigen Ideen. Das ein oder andere Viertel trink ich. Auf das verzicht ich nämlich nicht.

Und aus.

Montag, 3. November 2008

Haben Sie ein Problem?

Haben Sie ein Problem?
Nein?
Brauchen Sie eins?

Unser schlimmstes Problem ist nämlich angeblich die Zufriedenheit, denn sie erzeugt Langeweile im Leben.
Keine Herausforderungen – kein Glück. So einfach ist das.

Shit. So ein blöder Schweizer war schneller als ich, obwohl ja die Schweizer nicht für ihre Geschwindigkeit, sondern eher für die Präzision und die Löcher bekannt sind.
Auf jeden Fall verkaufen die auf http://www.needaproblem.com Probleme. Für Leute die sonst schon alles haben.
Man kann wählen zwischen trivialen, einfachen, normalen, schwierigen und fast unlösbaren Problemen. So ein Miniproblemtscherl gibt’s schon für einen Schweizer Franken, für ein fast unlösbares Problem muss man 5000,- hinblättern.

Ich vermute, die Probleme, die einem da geschickt werden, sind völlig unpersönlich und anonym. Wahrscheinlich irgendwelche komplizierten Matheaufgaben oder computertechnisches Zeugs. Männliche Probleme halt, welche zum Lösen. Und da beißt sich die Katze in den Schwanz. Denn hat man dieses Problem mal gelöst, steht man vor einem neuen. Nämlich vor dem, dass man kein Problem hat.

Ich hab jetzt meine eigene Problemhandlung eröffnet. Für vorwiegend weibliche Probleme, an denen man lange, wenn nicht ewig nagt. Schließlich singt sogar Annette Louisan: „Geh mir weg mit deiner Lösung, sie wär der Tod für mein Problem!“ Aber auch Männer sind herzlich bei mir willkommen, wenn sie sich richtigen Herausforderungen stellen möchten.

Ich habe in meinem kleinen Problemladen weit mehr Auswahl und Problemvielfalt als diese Schweizer. Und bei mir würden Sie nicht die Sacke im Katz kaufen, Sie können meine – vielleicht bald Ihre? – Probleme anschauen, anfassen und anprobieren. Bei mir gibt es unter anderem Alltagsprobleme der Sorte „Wie-kriege-ich-Job-und-Familie-unter-einen-Hut“, ideal für Arbeitgeber. Bei mir gibt’s aber auch politische und sehr, sehr persönliche Probleme, gelegentlich sogar solche sexueller Natur. Und dann hätten wir da natürlich noch Kardinalprobleme, Schlüssel-, Zeit- und Zukunftsprobleme. Sogar brennende Probleme führen wir.

Meine finanziellen Probleme sind am teuersten, aber es gibt bestimmt ein paar potentielle Kunden, für die sie nicht unlösbar sind. Für mich wären sie jedenfalls gelöst, wenn sie mir jemand abkauft.
Aber keine Sorge, es wäre trotzdem noch genug für alle anderen da. Zellulitis? Ein paar Kilo zu viel? Probleme mit den Zähnen? Durchaus leistbar.
Probleme im Job? In allen Größen vorrätig. Beziehungsprobleme? (Ich weiß, die sind schon ein bisschen verstaubt, ich muss gestehen, die sind ein echter Ladenhüter, offenbar gibt’s die am Markt im Überangebot, das drückt die Nachfrage und den Preis.)
Was hätten wir da noch?
Probleme mit dem Selbstwert. Die fallen in die Gruppe Beinaheunlösbar. Erziehungsprobleme mit Pubertierenden? Ein Longseller für Kinderlose.

Vielleicht fragen Sie mich jetzt: Haben Sie keine anderen Probleme?
Aber ja doch, hab ich. Die Auswahl ist beinahe grenzenlos. Meine Disziplinlosigkeit, meine Sucht, geliebt zu werden, Probleme mit einer Kollegin, der mein Schweinsbraten stinkt, dem Finanzamt, einem Zivildiener, dem Chaos oder Katzen, die aufs Sofa pinkeln.
Ich habe aber nicht nur eigene Probleme im Sortiment, sondern auch die meiner Kinder. Ja, ihre Probleme sind auch meine (Und meine hoffentlich bald Ihre). Wenn Sie also Probleme mit Hausaufgaben, mit Mathematik oder damit, dass Sie endlich einen Freund wollen, brauchen: Bei mir sind Sie an der richtigen Adresse.

Als Sachwalterin werden mir ja täglich unendlich viele Probleme anvertraut.
Hier hängen sie alle, treten Sie ein, schauen Sie sich in Ruhe um, bestimmt ist auch etwas für Sie dabei.
Wollten Sie immer schon mal eine Vorstrafe haben? Hätten Sie gern zu wenig Geld? Möchten Sie Probleme mit Angehörigen, die Sorge haben, dass Sie Ihr Vermögen dem Tierschutzheim oder Opus Dei spenden? Lust auf eine PEG-Sonde? Oder das Problem, im Pflegebett fixiert zu sein, damit Sie nicht nach dem Fallen, sondern im Liegen sterben? (Das zählt auch eher zu den kostspieligen Herausforderungen.)
Sie sehen, es ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.

Und das Beste: Es liegt einzig und allein an Ihnen, was Sie mit meinen Problemen machen. Auf die lange Bank schieben? Kritisch beleuchten, in den Raum stellen, erörtern, entwirren. Von mir aus können Sie sie auch bewältigen oder lösen. Ihr Problem, wenn Sie danach keine Probleme mehr haben. In diesem Fall können Sie aber zu einem Stammkundenrabatt gern neue kaufen.

Wir liefern übrigens prompt nach Zahlungseingang. Umtausch ist ausgeschlossen.

Freitag, 18. Januar 2008

Gulag für Teens

Manchmal wirft jemand in unserem Nachbarland – noch vor Beginn der EM - einen Ball in die Höhe. Dann springt hierzulande jemand auf und versucht diesen Ball – gefüllt mit heißer Luft – zu fangen. Und dann liest man in der Zeitung: ÖVP will Erziehungscamps für jugendliche Straftäter.

Erwartet man von solchen Camps, dass daraus junge Menschen mit Rückgrat hervorgehen, die sich friedlich für Menschenrechte und Umweltschutz einsetzen, die anstatt sich ins Koma zu saufen mit ihren Tanten Tee trinken und über Adorno und Fromm diskutieren, oder mit ihren Onkeln Schach spielen und sich in Kontemplationen über das Unendliche in der Mathematik ergehen? Die sich am Abend im Freundeskreis eine Dokumentation auf ARTE anschauen?

Wollen diese konservativen Kreise überhaupt aufgeklärte Menschenrechtsaktivisten und –innen? Oder wünschen sie sich nicht klammheimlich, dass in solchen Lagern Menschen geformt werden, die Zucht, Ordnung und Gehorsam für die wesentliche Werte im Leben halten?

Die Strategie ist schlau (man könnte auch sagen: perfide):
Man tut jahrelang alles dafür, dass die Kriminalitätsrate nicht zu niedrig wird. Sperrt den Jugendgerichtshof zu, schließt Gendarmerieposten, kürzt die Ausgaben für Prävention, kürzt die Mittel für die Bewährungshilfe, spart Sozialarbeiterstellen ein, schafft entgegen dem Rat von Experten „Outdoortherapien“ mit schwierigen Jugendlichen ab, weil man sie für zu teuer und hält und meint, dass so etwas nichts bringt.
Und siehe da! Die Kriminalitätsrate unter Jugendlichen steigt. Dann reibt man sich die Hände und schreit nach einer Law and Order-Politik, polemisiert und sammelt mit sibirischen Erziehungscamps Punkte im Wahkampf.
Die gleichen Politiker schreien hier, die gegen Ganztagsschulen sind, in denen man erzieherische Maßnahmen setzen kann. Die gleichen, die Jugendliche aus der Unterschicht noch weiter an den Rand drängen, indem sie zum Beispiel Freizeitangebote in den Schulen kaputtgespart haben.

Junge Menschen brauchen keine Umerziehungslager, sondern Vorbilder. Denn am meisten orientieren sie sich daran, wie Erwachsene sich ihnen gegenüber verhalten. Respekt- und liebevoll, konsequent und verlässlich? Oder autoritär, zynisch, voller Misstrauen und mit totaler Überwachung?

Kinder, deren Vergangenheit ihre Gegenwart und Zukunft kaputtgemacht hat, brauchen Menschen, die auf sie eingehen, nicht solche, die sie verbiegen wollen. Sie dürfen nicht, weil sie einmal Mist gebaut haben, für den Rest ihres Lebens abgestempelt aund ausgegrenzt werden. Sie brauchen geschulte BetreuerInnen, PädagogInnen und ErzieherInnen, geschützte Orte und Zeit. Vor allem brauchen sie Perspektiven und Chancen. Eine Ausbildung, sinnvolle Freizeitbeschäftigungen, Arbeit, Begleitung. Das kostet Geld.
Ein Erziehungslager in Sibirien ist da natürlich billiger.

Werfen Sie den Ball bitte wieder zurück über die Grenze, Herr Missethon. Und werfen Sie bitte ganz, ganz weit. So, dass er nie wieder zurückkommt. So, dass ihm unterwegs die Luft ausgeht.

Samstag, 6. Oktober 2007

Angst

Ein fünfzehnjähriges Mädchen hat Angst. Angst, in ihre Heimat zurückkehren zu müssen, die längst nicht ihre Heimat ist (oder nie war), weil ihre Heimat Österreich ist. Das Wort Heimat ist ein Wort, dem ich für gewöhnlich aus dem Weg gehe. Nicht, weil es ein schlechtes Wort ist, nein, eigentlich ist das Gefühl, das sich hinter diesem Wort verbirgt, ein schönes. Eines, das nach Geborgenheit riecht. Nach Zuhause schmeckt. Sich wohl angreift auf der Haut. Das Wort Heimat ist trotz allem ein bemitleidenswertes Wort, weil es ständig von denen missbraucht wird, die vorgeben es zu lieben, in Wahrheit aber zur Liebe gar nicht fähig sind, weil in ihnen der Hass lodert.

Das Mädchen hat Angst, weil es abgeschoben werden soll, wie der Rest der Familie auch. Abgeschoben in ein Land, in dem sie nicht zu Hause ist. In ein Land, dessen Sprache sie nicht spricht und in dem sie keine Freunde hat. Ihre Freunde sind hier, hier in Öster-reich. Einem der reichsten Länder der Welt.

(Meine Tochter ist fünfzehn. Ich habe Angst, dass meine Tochter irgendwann solche Angst ausstehen muss wie dieses Mädchen. Existenzangst. Angst, viel zu verlieren, was ihr lieb und vertraut ist. Meine Tochter wird hoffentlich und vermutlich von dieser Angst verschont bleiben. Weil sie das Glück hat, in eine österreichische Familie hineingeboren zu werden, in einer Zeit, in der hier zwar unendlich viel Dummheit, Intoleranz und Hass, aber kein Krieg herrscht.)

Die Angst des Mädchens ist so groß, dass die Jugendliche mit Selbstmord droht.

Auch der Innenminister hat Angst. Angst vor dem 15-jährigen Mädchen, das mit ihrer Angst den Rechtsstaat in die Luft jagen könnte. Er will sich nicht in die Knie zwingen lassen, sagt er. Und dass es sich um eine Erpressung handelt. Aber Österreich lässt sich nicht erpressen.
Das Mädchen, das untergetaucht ist, möge sich bitte melden. Das wäre ihm ein großes Anliegen.
Warum? Damit sie den Frieden im Land nicht länger bedroht?

Auch der ehemalige Schweigekanzler hat sein Schweigen gebrochen und weiß, wo die Wurzel des Übels vergraben liegt. Nein, nicht in den Köpfen dieser herz- und hirnlosen Politiker, dort schlägt nur die Hartherzigkeit Wurzeln. Die NGOs und Beratungsstellen für Asylwerber sind laut Schüssel die Wurzel des Übels.
Was sagt eigentlich ihr christlich-soziales Gewissen dazu? Oder haben Sie das ebenfalls abgeschoben?


Ich habe auch Angst. Angst davor, in einem Land zu leben, in dem Politiker das Sagen haben, die Angst vor 15-jährigen Mädchen mit Angst haben.

Freitag, 31. August 2007

Zukunftsmusik

Die Industrie, genauer gesagt die Industriellenvereinigung in Österreich, begrüßt eine Hinaufsetzung des Pensionsalters.
Wo aber sind sie, die Jobs für die Alten?


„Sie haben sich also bei uns als administrative Mitarbeiterin beworben, Frau ...“
„Koppensteiner. Konzstanze Koppensteiner.“
„Wie Sie wissen, sind wir einer der weltweit führenden Managementberatungs- und Outsourcing-Dienstleister. Unser Beratungsbereich im Supply Chain Management braucht Unterstützung im Sekretariat. Haben Sie denn Berufserfahrung?“
„Allerdings. Nach der Lehre zur Bürokauffrau war ich bei einem Hutmacher für die Buchhaltung zuständig. Danach hab ich drei Kinder gekriegt und fünfzehn Jahre beim Konsum im Büro gearbeitet. Anschließend war ich einige Jahre arbeitslos und später hab ich Umschulungen und Computerkurse besucht.“
„Sie sind ...“, Müller blätterte in der Bewerbungsmappe, „... Sie sind 69, wenn ich richtig lese?“
„Sie lesen richtig.“
„Das ist schön, Frau Koppensteiner. Wenn Sie da drüben schauen, unser neuer Dachdecker ist 67. Gut, er stolpert hin und wieder, aber das bekommt er bestimmt noch in den Griff. Wir freuen uns immer über ältere Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen und nehmen gerne in Kauf, dass die unserem Unternehmen ein Vielfaches kosten, mehr Urlaubsanspruch und in der Regel längere Krankenstände haben. Aber dafür haben wir Verständnis, wir werden ja schließlich alle einmal alt. Sie müssen wissen, wir schätzen die Weisheit und Lebenserfahrung, die Menschen in diesem Alter mitbringen. Vor allem aber ihre Gelassenheit.“
Konstanze strahlte gelassen. Da hatte sie ja Glück gehabt.
„Sie haben wohl nicht vor, noch mehr Kinder zu bekommen, oder?“
„Um Gottes Willen.“
„Sehen Sie, das ist einer der vielen Vorteile von älteren Arbeitnehmerinnen. Sie gehen nicht in Karenz, leiden nicht unter PMS und Menstruationsbeschwerden und haben keine Betreuungspflichten mehr.“
Konstanze verschwieg ihre pflegebedürftige Mutter und die Enkelkinder. Sie brauchte den Job, der mickrige Unterhalt ihres Exmannes reichte gerade für das Nötigste und bis zur Pension dauerte es noch fünf Jahre.
„Wo liegen denn so Ihre Stärken, Frau Koppensteiner? Warum soll ich Sie den anderen hundertfünzig Bewerbern vorziehen? Schließlich ist auch unter denen knapp die Hälfte weit über Sechzig.“
„Ich schaffe 320 Anschläge in der Minute.“
„Alle Achtung. Ein Terrorist würde Sie beneiden“, witzelte Müller.
„180 Silben in der Minute in Stenographie. Und ich kann Kurrentschrift lesen und schreiben.“
„Das ist wirklich wunderbar. Diese vom Aussterben bedrohten Fertigkeiten benötigen wir in unserem Unternehmen ganz dringend. Haben Sie einen Führerschein, gnädige Frau?“
„Nicht mehr. Ich musste ihn voriges Jahr abgeben, wegen der Augen.“
„Ach, das ist überhaupt kein Problem für uns. Wir stellen Ihnen da gerne unseren Chauffeur zur Verfügung, der Sie täglich abholen und wieder nach Hause bringen wird. Welche Zeit würde Ihnen denn passen?“
Konstanze musste nicht lange überlegen. „Halb neun?“ Da könnte sie ihre Enkelkinder noch zur Schule begleiten.
„Frau Koppensteiner, Sie haben den Job. Ich freue mich, Sie als neue Mitarbeiterin begrüßen zu dürfen.“

Samstag, 4. August 2007

Ich hätte da einen Vorschlag

Sie kennen doch das Pawlow-Experiment. Hunden wurde ihr Futter vorgesetzt und gleichzeitig klingelte ein Glöckchen. Nach einiger Zeit begannen die Hunde, Verdauungssekrete auch dann zu produzieren, wenn sie nur den Glockenton hörten. Ganz ohne Futter. Man nennt das die klassische Konditionierung. Die Reaktion des Tieres gehört zu den Reflexen und selbst die Intelligenz eines Haushundes oder –schweines ist dafür ausreichend.
Schon seit geraumer Zeit kann man dieses Phänomen in einer sehr ausgeprägten Form bei der ÖVP beobachten. Ein Vertreter oder eine Vertreterin der SPÖ öffnet den Mund. Bevor der Vorschlag die Ohren oder gar das Gehirn des Koalitionspartners erreicht hat, ja, noch bevor er überhaupt ausgesprochen ist, beginnt der ÖVP-Funktionär zu sabbern und schreit: „NEIN!“ Inhalte oder Themen dieser Vorschläge sind für diesen Reflex völlig irrelevant.
(Gut informierte Quellen haben berichtet, dass der ÖVP Generalsekretär kürzlich „NEIN!“ gebrüllt hat, als ein roter Abgeordneter gegähnt hat.)

Kein Wunder, dass dieses vertraute „Nein!“ auch zum Vorschlag Papamonat kam.
Obwohl – ein bisschen gewundert habe ich mich trotzdem, warum die selbst ernannte Familienpartei offenbar ein Problem damit hat, dass frischgebackene Väter wenigstens dreißig Tage lang ihre Frauen in dieser Umbruchsphase unterstützen und ihre Nachkommen kennen lernen. Haben sie Angst, die Männer könnten eine Ahnung davon bekommen, dass Verantwortung nicht ausschließlich bedeutet, die Kohle nach Hause zu bringen? Oder Angst, die Kerle könnten Geschmack an der Mischung aus duftender Babyhaut, stinkenden Windeln, dem Gefühl von Geborgenheit und Verantwortung finden und ihre Aufmerksamkeit auch in den nächsten 18 Jahren nicht nur in Aktien investieren?
Wie so oft weiß ich nicht, was in diesen Köpfen vorgeht. Wahrscheinlich mache ich mir diese Gedanken aber völlig unnötig, weil ebendort eine große Leere gähnt.
Wenn es Männer gibt, die das unbedingt wollen, können die ja ihren Urlaub dafür verwenden, hat kürzlich jemand zu mir gesagt.
Aufwachen! Der Urlaub hat – so will es das Gesetz – der Erholung zu dienen. Ein Neugeborenes und eine Mutter, die keine Nacht durchschlafen, sind der Erholung jedoch nicht wirklich förderlich. Es ist ja nicht mit ein bisschen Abwaschen und zu Hause herumhängen getan. Aber das kann jemand, der seine Familie nur lächelnd vom hübsch gerahmten Schreibtischfoto kennt, natürlich nicht wissen.

Die Männer, die einen Monat Vollzeitvatersein so vehement ablehnen, werden im Alter das Baby der Dritt- oder Viertfrau schaukeln und vor laufender Kamera vom Glück der späten Vaterschaft und der innigen Vater-Kind-Beziehung und der Wichtigkeit der gemeinsam verbrachten Zeit schwadronieren.

Ich hätte da einen Vorschlag: Wie wäre es, wenn...
„Nein! – Wau!“

Dienstag, 24. April 2007

Summer of Seventy-two

Ich war zehn. Gerlinde war auch zehn. Es war ein heißer Augusttag und wir saßen auf einem Baum im Park, wie so oft.
„Ich kann nicht mehr deine Freundin sein“, hat Gerlinde gesagt und mir hat es mein junges, unschuldiges Herz zerrissen. Erst ein paar Tage zuvor hatten wir Pläne geschmiedet. Eine Riesenrutsche wollten wir bauen, vom Hochhaus zur Schule, direkt durchs Fenster rein in die Klasse, wir hatten uns nur noch nicht einigen können, von welchem Stock aus wir starten würden. Ich wohnte im zehnten, in der Hausmeisterwohnung, sie im siebenten.
„Warum können wir keine Freundinnen mehr sein?“, hab ich gefragt und daran gedacht, dass wir ja so gerne einmal mit einem Flugzeug fliegen wollten. Auf einer besonders weichen Wolke würden wir aussteigen und ein Schaumbad nehmen, und von der Nachbarwolke würden wir naschen. Eine andere Freundin hatte uns nämlich erzählt, es gäbe Schaumbadwolken und Zuckerwattewolken. Daraus sollte nun nichts werden?
„Du gehst ja ab nächste Woche ins Gymnasium“, hat sie gesagt und vom Apfel abgebissen, „da können wir keine Freundinnen mehr sein, weil du was Besseres bist.“
Ich schämte mich. Verdammt, ich wollte nichts Besseres sein. Ich konnte doch nichts dafür, dass ich Klassenbeste war und die Lehrerin meinen Eltern empfohlen hat, das Gymnasium zu besuchen. Ich wollte im Apfelbaum sitzen und Waterloo und Robinson hören und nicht dieses Waterloo erleben. Luftschlösser und Luftrutschen wollte ich bauen und auf der Luftrutsche in die Schule düsen und nicht mit dem Bus ins Gymnasium. „Wenn ich das gewusst hätte“, hab ich geflüstert, „dann hätte ich den letzten Aufsatz verhaut.“
Es half alles nichts mehr. Gerlinde kletterte vom Baum, sagte „Tschüs, mach’s gut“ und das war es. Das Ende unserer Freundschaft, obwohl wir im selben Haus wohnten.

Fünfunddreißig Jahre ist das jetzt her, aber noch immer gibt es mir einen Stich, wenn ich an die Apfelbaumszene denke.
Und im Moment denke ich wieder sehr heftig daran. Denn endlich – für mich vierzig Jahre zu spät – wird über die Gesamtschule aller sechs- bis vierzehnjährigen diskutiert. Und die konservative Elite und die, die sich dafür halten schreit auf! Es kann doch nicht sein, sagen sie, dass unsere hochbegabten, gutsituierten Kinder mit der Unterschichtsbrut die Schulbank drücken. Das ist Nivellierung nach unten, brüllen sie. Schließlich darf den Privilegierten nicht das Privileg abhanden kommen, bessere Bildungschancen zu haben als die weniger Privilegierten, die Armen und die MigrantInnen. Wo kommen wir denn da hin? Es kann doch nicht sein, dass jeder so gefordert und gefördert wird, wie es für ihn gut ist, unabhängig von Einkommen und Herkunft?
(Nivellierung nach unten haben übrigens auch die Eltern der Integrationsklasse unseres Sohnes befürchtet, als diese erstmals eingeführt wurde. Vier Jahre später hat keiner mehr etwas gesagt. Weil auch die nicht ganz so klugen Eltern gemerkt haben, dass das Leistungsniveau ein hohes war, und dass die Kinder neben Wissen auch Toleranz und sozialen Umgang mit behinderten Kindern gelernt haben. Weil sie bemerkt haben, dass das Wissen der Kinder gefestigt wurde, indem sie es an schwächere Schüler weitergegeben und diesen geholfen haben.)

Ja, ich weiß, unser jetziges System ist ursuper, und Pisa nur eine Stadt mit einem schiefen Turm, der nichts mit unserem Bildungssystem zu tun hat. Selbstverständlich hat auch die Tatsache, dass es in den Ländern, die in der Pisa-Studie vorne liegen, wie zum Beispiel Finnland, Gesamtschulen gibt, überhaupt keinen Einfluss auf das Abschneiden der Schüler.

Was hilft mir das alles?
Ich habe mich nie getraut, während eines Fluges auf den Wattewolken aus dem Flugzeug auszusteigen. Auch die Super-Rutsche habe ich nie gebaut. Nicht ohne Gerlinde.

Weise Worte, wahr

"Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen. Schreiben ist küssen mit dem Kopf." Aus Gut gegen Nordwind - Daniel Glattauer

Selbstgeschrieben


Barbara A. Fallnbügl (mein Mädchenname) Monika Pellkofer- Grießhammer
Jakob und der gewisse Herr Stinki


Barbara A. Lehner (Text) Eleonore Petzel (Musik)
Von Herzen und Seelen - CD

Neu

oh je. I see. jetzt verstehe...
oh je. I see. jetzt verstehe ich, warum die geschichte...
testsiegerin - 7. Nov, 15:46
ich hab die liste aller
in österreich vergebener vornamen seit 1984 aus...
la-mamma - 7. Nov, 15:13
du meinst, heinz wäre...
du meinst, heinz wäre ein altmodischer name? ;-)
testsiegerin - 7. Nov, 10:43
ich würd zwar eher...
ich würd zwar eher als herzig statt heiß...
la-mamma - 6. Nov, 21:57
mehr davon gibt es in...
mehr davon gibt es in dem heft "heiße geschichten",...
testsiegerin - 6. Nov, 21:45
bitte mehr davon :-))
bitte mehr davon :-))
murmel (Gast) - 6. Nov, 08:04
yäh...... lust.......
yäh...... lust.... genau.....nö.... also...
rosmarin - 5. Nov, 23:49
Alles nette Sachen, doch...
Alles nette Sachen, doch irgendwie gab es da noch ein...
steppenhund - 5. Nov, 21:30

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