Briefverkehr 17
Liebe Barbara,
ich bin wieder nüchtern, aber ernüchtert bin ich nicht.
Ich kann mich zwar nicht mehr genau erinnern, was ich dir alles geschrieben habe, aber sicherheitshalber nehme ich kein Wort davon zurück.
Gegen meinen Weinhändler wollte ich heute früh Anzeige erstatten und habe gleich einen Schriftsatz aufgesetzt. Gut, dass ich - bevor ich damit zur Post bin - noch einen Blick auf das Etikett geworfen habe, sonst hätte ich mich fürchterlich blamiert. Chateauneuf-du-Pape, Rhone, Domaine Saint Laurent 2001, stand auf der Flasche. Kein Wort von Veuve Cliquot. Wie kommst du überhaupt auf die Idee, ich hätte Veuve Cliquot getrunken?
Danke für deine Psychologievorlesung. Wie viel bekommst du dafür? Hättest du das Geld gerne bar oder tut es ein Scheck? Ich will nämlich nicht wieder als kleinlicher Sparefroh dastehen. Im übrigen habe ich vor meinem Jusstudium fünf Semester Psychologie studiert, aber diese Vorlesung über die wichtigste aller menschlichen Schwächen und wie man sie für seine Zwecke nützt, habe ich wohl versäumt.
Deine Freunde und Bekannte warnen dich also immer noch vor mir. Das finde ich ja nett, dass du meine Briefe jedem zeigst, der dir in die Quere kommt. Was hält deine Großmutter väterlicherseits von mir? Und was die Nichte des Bäckers?
Barbara, ich dachte, handgeschriebene Briefe wären etwas persönliches, intimes; meine Zeilen etwas zwischen dir und mir.
Wie wäre es, wenn du die Briefe gleich ins Internet stellst und den Lesern die Möglichkeit gibst, sie online zu kommentieren?
Ja, wie du merkst, bin ich ein bisschen sauer.
Herwig
P.S. So, so, ein paar weitere Gründe, warum ich so hartnäckig bin, hättest du gern?
Wie wäre es mit Grund Nummer 23: Weil du gierig auf Komplimente bist.
Nur auf Komplimente?
ich bin wieder nüchtern, aber ernüchtert bin ich nicht.
Ich kann mich zwar nicht mehr genau erinnern, was ich dir alles geschrieben habe, aber sicherheitshalber nehme ich kein Wort davon zurück.
Gegen meinen Weinhändler wollte ich heute früh Anzeige erstatten und habe gleich einen Schriftsatz aufgesetzt. Gut, dass ich - bevor ich damit zur Post bin - noch einen Blick auf das Etikett geworfen habe, sonst hätte ich mich fürchterlich blamiert. Chateauneuf-du-Pape, Rhone, Domaine Saint Laurent 2001, stand auf der Flasche. Kein Wort von Veuve Cliquot. Wie kommst du überhaupt auf die Idee, ich hätte Veuve Cliquot getrunken?
Danke für deine Psychologievorlesung. Wie viel bekommst du dafür? Hättest du das Geld gerne bar oder tut es ein Scheck? Ich will nämlich nicht wieder als kleinlicher Sparefroh dastehen. Im übrigen habe ich vor meinem Jusstudium fünf Semester Psychologie studiert, aber diese Vorlesung über die wichtigste aller menschlichen Schwächen und wie man sie für seine Zwecke nützt, habe ich wohl versäumt.
Deine Freunde und Bekannte warnen dich also immer noch vor mir. Das finde ich ja nett, dass du meine Briefe jedem zeigst, der dir in die Quere kommt. Was hält deine Großmutter väterlicherseits von mir? Und was die Nichte des Bäckers?
Barbara, ich dachte, handgeschriebene Briefe wären etwas persönliches, intimes; meine Zeilen etwas zwischen dir und mir.
Wie wäre es, wenn du die Briefe gleich ins Internet stellst und den Lesern die Möglichkeit gibst, sie online zu kommentieren?
Ja, wie du merkst, bin ich ein bisschen sauer.
Herwig
P.S. So, so, ein paar weitere Gründe, warum ich so hartnäckig bin, hättest du gern?
Wie wäre es mit Grund Nummer 23: Weil du gierig auf Komplimente bist.
Nur auf Komplimente?
testsiegerin - 16. Nov, 17:29