Dienstag, 21. November 2006

Briefverkehr 22

Herwig?

Bist du noch bei Trost? Beleidigt? Ich?
Wie kommst du denn auf diese absurde Idee? Ich bin doch nicht beleidigt!
Da musst du dich schon ein bisschen mehr anstrengen, um mich beleidigt zu machen.

B.

Briefverkehr 21

Liebe Barbara,

Ich sag dir mal was, schön langsam reicht es mir nämlich. Du verachtest mich, wenn ich nicht die Wahrheit sage und wenn ich sie sage, dann verachtest du mich erst recht. Und trotzdem antwortest du mir schön brav auf jeden meiner Briefe. Wieso eigentlich, wenn ich so ein Waschlappen bin?
Du benimmst dich wie ein kleines beleidigtes Kind, das sein Spielzeug nicht kriegt. Wie wäre es, wenn du endlich kapierst, dass ich kein Spielzeug bin? Und schon gar nicht deins? Und noch weniger eines, das du wütend von dir schleuderst, wenn du es endlich bekommen hast, weil es nicht genau so ist wie du es dir vorgestellt hast. Oder weil es noch viel schöner ist als das, was du dir immer gewünscht hast und es langweilig für dich ist, einfach glücklich zu sein?

Barbara, hör mir gut zu: Ich bin kein Spielzeug, sondern ein Mann mit – ja, lach nur über mich – mit Gefühlen. Weißt du, was das ist, Gefühle?
Ich frag mich ja mittlerweile, was in deinem Leben wohl so schief gelaufen ist, dass du Gefühle nicht zulassen kannst. Oder höchstens gegenüber einem alternden Beamten kurz vor dessen Ruhestand, der keinerlei Bedrohung für dich darstellt. Aber selbst den hast du ja nicht wirklich an dich heran gelassen. Kaum wollte er mit dir Knödel kochen, hast du Reißaus genommen. Am Knödelrezept kann’s wohl nicht liegen.
Warum versteckst du dich hinter dieser Maske aus Zynismus und Coolness? Glaubst du, ich habe nicht längst durchschaut, dass du nur halb so cool und rau bist, wie du gerne rüberkommen möchtest?
Warum ist es dir nicht einmal möglich, Entschuldigungen einfach anzunehmen und auch mal zu verzeihen, ohne den sterbenden Schwan zu spielen?

Im Übrigen habe ich gar keine Veranlassung mich zu entschuldigen. DU warst es, die mich ins Hotel eingeladen hat, ohne zu überlegen, in welche Situation du mich damit bringen könntest. Du hast mir nicht mal Zeit gegeben, gegebenenfalls abzusagen.

Gegen deine akustischen Halluzinationen solltest du Psychopharmaka nehmen. Ich saß – wie schon gesagt – im Café Central und da hat niemand „Ach Herwig“ gestöhnt. Auch nicht die Schach spielenden Herren vom Nebentisch.

Herwig

Ahja, und vergiss nicht, den Brief deinen Freunden zu zeigen, damit sie dich beraten können.

Weise Worte, wahr

"Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen. Schreiben ist küssen mit dem Kopf." Aus Gut gegen Nordwind - Daniel Glattauer

Selbstgeschrieben


Barbara A. Fallnbügl (mein Mädchenname) Monika Pellkofer- Grießhammer
Jakob und der gewisse Herr Stinki


Barbara A. Lehner (Text) Eleonore Petzel (Musik)
Von Herzen und Seelen - CD

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Wie geht es unserer Testsiegerin?
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Lo - 5. Feb, 17:25
Vielen Dank! Du findest...
Vielen Dank! Du findest mehr von mir auf facebook ;-)
testsiegerin - 30. Jan, 10:40
Kurschatten ' echt keinen...
auch wenn diese deine Kur schon im Juni...xx? war,...
kontor111 - 29. Jan, 09:13
zum entspannen...Angel...meint
wenn ich das nächste Mal im Bett liege, mich verzweifelt...
kontor111 - 29. Jan, 08:44
"Pinguin"
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bonanzaMARGOT - 11. Mär, 11:11
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Ich liege im Bett. Ich bin müde. Ich lese. Eine Romanbiografie...
testsiegerin - 13. Jan, 11:30
... ich könnte mal wieder...
... ich könnte mal wieder eine brasko-geschichte schreiben.
bonanzaMARGOT - 8. Jan, 07:05
OHHH!
OHHH! Hier scheint bei Twoday etwas nicht zu stimmen. Hoffentlich...
Lo - 7. Jan, 13:36

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