Una ilusión
„Una figura danzanda por la donna in les pantalones!“
Er hat mich reingelegt, der Typ in Barcelona mit seinen tanzenden Figuren. Kleine Figuren aus Pappkarton hat er verkauft, die zur Musik tanzen. Als er die Musik abgedreht hat, waren sie still. Sie haben mich verzaubert, die Figuren, und ich hab welche für mein Kind gekauft. Spongebob, auf den steht sie, zwar nicht so wie auf den Dänen, aber Dänen gibt’s nicht im Angebot. Und Patrick, weil Spongebob ohne Patrick nicht leben kann.
Ich hab an die Illusion geglaubt. An die tanzenden Figuren. Eine Illusion – fünf Euro. Geht an die Dame in der gestreiften Hose. Bittesehr. Gracias. De nada. Ich hab tatsächlich geglaubt, dass Spongebob tanzen kann. Wieder so ein Schwammkopf auf meine Gauklerei hereingefallen, mag der Illusionenverkäufer meine Naivität belächelt haben.
Als ich die Figuren zu Hause ausgepackt und die Musik eingeschaltet hab, war ich voller Vorfreude auf die Freude meiner Tochter und den tanzenden Schwammkopf. Dann hab ich die Bedienungsanleitung gelesen. Fädelt sie eine nichtsichtbare Schnur an das Hinterteil der Figur und bewegt mit die Hände
Meine Tochter und ich haben mich ausgelacht. Einmal herzhaft lachen 5 Euro. Was kostet die Welt?
Vielleicht muss man den Schwammkopf nur lange genug an den Fäden ziehen, damit er das Tanzen lernt, sage ich. Vielleicht muss man einfach fest genug daran glauben, damit man ihn tanzen sieht.
Vielleicht verhält sich ein tanzender Spongebob wie die Liebe. Wenn man nicht daran glaubt, an die Illusion, kann man sie auch nicht sehen und fühlen. Irgendwer da oben zieht die Fäden. Wenn er sich verheddert, dann stolpern wir und fallen auf die Nase. Wenn er uns leicht und frohgemut bewegt, schweben wir. Wenn er ein böses Spiel mit uns spielt, der gaukelnde Marionettenspieler, verlieben wir uns in die Falschen. Oder wir verlieben uns in die Richtigen, aber die Richtigen verlieben sich nicht zurück.
Und wenn wir uns nicht einlassen auf das Lieben, weil wir nicht an tanzende Schwammköpfe glauben, wenn wir immer nur die Fäden hinter den Dingen, nicht aber die Musik in der Luft suchen, weil wir immer nur Angst haben, verschaukelt und betrogen zu werden, wir werden niemals glücklich sein.
Wenn wir Spongebob nicht wenigstens die Chance geben, tanzen zu lernen, wird er immer Mitarbeiter des Monats in seinem Burgerladen bleiben und nie Fred Astaire werden.
Wenn wir nicht an die Liebe glauben, an die größte Illusion von allen, werden wir nicht mal Mitarbeiter des Monats, sondern einfach nur unglücklich.
Ich drehe die Musik lauter. Stelle die Figuren vor mich. Ich schwöre, sie haben getanzt.
Una ilusion por la donna con il patetismo.
Er hat mich reingelegt, der Typ in Barcelona mit seinen tanzenden Figuren. Kleine Figuren aus Pappkarton hat er verkauft, die zur Musik tanzen. Als er die Musik abgedreht hat, waren sie still. Sie haben mich verzaubert, die Figuren, und ich hab welche für mein Kind gekauft. Spongebob, auf den steht sie, zwar nicht so wie auf den Dänen, aber Dänen gibt’s nicht im Angebot. Und Patrick, weil Spongebob ohne Patrick nicht leben kann.
Ich hab an die Illusion geglaubt. An die tanzenden Figuren. Eine Illusion – fünf Euro. Geht an die Dame in der gestreiften Hose. Bittesehr. Gracias. De nada. Ich hab tatsächlich geglaubt, dass Spongebob tanzen kann. Wieder so ein Schwammkopf auf meine Gauklerei hereingefallen, mag der Illusionenverkäufer meine Naivität belächelt haben.
Als ich die Figuren zu Hause ausgepackt und die Musik eingeschaltet hab, war ich voller Vorfreude auf die Freude meiner Tochter und den tanzenden Schwammkopf. Dann hab ich die Bedienungsanleitung gelesen. Fädelt sie eine nichtsichtbare Schnur an das Hinterteil der Figur und bewegt mit die Hände
Meine Tochter und ich haben mich ausgelacht. Einmal herzhaft lachen 5 Euro. Was kostet die Welt?
Vielleicht muss man den Schwammkopf nur lange genug an den Fäden ziehen, damit er das Tanzen lernt, sage ich. Vielleicht muss man einfach fest genug daran glauben, damit man ihn tanzen sieht.
Vielleicht verhält sich ein tanzender Spongebob wie die Liebe. Wenn man nicht daran glaubt, an die Illusion, kann man sie auch nicht sehen und fühlen. Irgendwer da oben zieht die Fäden. Wenn er sich verheddert, dann stolpern wir und fallen auf die Nase. Wenn er uns leicht und frohgemut bewegt, schweben wir. Wenn er ein böses Spiel mit uns spielt, der gaukelnde Marionettenspieler, verlieben wir uns in die Falschen. Oder wir verlieben uns in die Richtigen, aber die Richtigen verlieben sich nicht zurück.
Und wenn wir uns nicht einlassen auf das Lieben, weil wir nicht an tanzende Schwammköpfe glauben, wenn wir immer nur die Fäden hinter den Dingen, nicht aber die Musik in der Luft suchen, weil wir immer nur Angst haben, verschaukelt und betrogen zu werden, wir werden niemals glücklich sein.
Wenn wir Spongebob nicht wenigstens die Chance geben, tanzen zu lernen, wird er immer Mitarbeiter des Monats in seinem Burgerladen bleiben und nie Fred Astaire werden.
Wenn wir nicht an die Liebe glauben, an die größte Illusion von allen, werden wir nicht mal Mitarbeiter des Monats, sondern einfach nur unglücklich.
Ich drehe die Musik lauter. Stelle die Figuren vor mich. Ich schwöre, sie haben getanzt.
Una ilusion por la donna con il patetismo.
testsiegerin - 9. Okt, 00:18