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Donnerstag, 3. Januar 2008

Heldin der Treue

Abenteuer Lust
zerknirscht unter deinen
müden Füßen
Ausgedämpft
der Hunger aufs Leben
still doch ungestillt

Führe mich nicht,
spuckst du der Versuchung ins Gesicht
Pure Lust ist Sünde
verschlammst du
den Quell

Aufrecht und stolz
Gefallen statt fallenlassen
Heldin der Treue
gemeißelt in Marmor

Nur dir selbst
nie treu gewesen

Samstag, 29. Dezember 2007

Darf ich vorstellen? ... Femmes frontales

cover

Hier gibt es einen kurzen Einblick in unser Schaffen:


http://www.youtube.com/watch?v=iP7aK0mMEj0

Wir sind drei Künstlerinnen aus Wien und Niederösterreich. Wir sind femmes frontales*. Frauen, die halten, ohne zu versprechen.
Wir laden zum Lachen, zum Nachdenken und zum Mitfühlen ein. Wir unterhalten tonal, verbal und opal. Mit einer Stimme, die aus dem Bauch kommt, Texten, die berühren und Schmuckstücken, die verführen.

Eleonore Petzel - Musikerin
Eine erdige Stimme, tief aus dem Herzen. Sie erzeugt Gänsehaut auf den Seelen ihrer Zuhörer. Auf der gemeinsamen CD mit mir singt sie nicht nur, sondern flötet auch, zum Teil auf ungewöhnlichen Blasinstrumenten wie einem Kuhhorn.
Gitarrestudium am Mozarteum Salzburg, Gesangsausbildung, zahlreiche Konzerte, Einzelperformances, Komponieren.
Mit Freude unterrichtet sie Gitarre und Gesang an einem Wiener Gymnasium.

Christine Mark - Schmuck
Jedes Stück wartet auf seine Trägerin. Die meisten nicht lange. Sie schmiedet Stimmungen und Gefühle in jeden Ring, jede Kette, jede Brosche.
Autodidaktin seit 1981, seit 1986 freischaffende Künstlerin.
Handwerkliches Können, Mut und Kreativität machen ihre Arbeiten zu etwas unvergleichlich Schönem. Ihre bevorzugten Materialien sind Silber, Gold, Fossilien, Halbedelsteine und Perlmutt.

Barbara A. Lehner - Autorin
hierorts ohnehin bekannt


*frontal = die Stirn betreffend
Frontal, weil wir dem Leben die Stirn bieten. Und das Leben uns. Wir konfrontieren unser Publikum mit unserer und ihrer Lebenslust, unseren Ängsten, Sehnsüchten und Tabus.

Dienstag, 18. Dezember 2007

Sinnfragezeichen

Die Wirbelsäule
hat die Form eines Fragezeichens
Weil das Leben aus Fragen besteht

Wäre sie ein Rufzeichen,
das Leben wäre laut und starr
So hat es zu sein!, würde es uns
in einer Tour niederbrüllen
So und nicht anders!

Wäre die Wirbelsäule ein Punkt
und das Leben eine Antwort
würden wir aufhören uns zu bewegen
Punkt. Ende. Aus.

Die Wirbelsäule ist ein Sinnfragezeichen
und jeder Wirbel eine neue Frage
jede Bandscheibe ein Zweifel

Wer sind wir?
Wohin gehen wir?
Warum bleiben wir?

Indem wir sie stellen
und in Frage stellen
indem wir uns ihnen stellen
richten wir uns auf

Montag, 17. Dezember 2007

Die Ballade vom guten Mann

Ich bin ein guter Mann, Sie müssen mir glauben
Im Frühling füttere ich die Tauben
Im Sommer säubere ich die Gassen
und helf Blinden über einsame Straßen
wenn sie es erlauben

Und wenn in dunkler Winterszeit
die Armut und die Einsamkeit
lassen Seelen und Herzen vereisen
von braven Witwen, Witwern und Waisen
bin ich zur guten Tat bereit

Ich fühle das Leid, das Seelen quält
bring alte Wollsocken und Geld
doch spend ich nicht nur Licht im Dunkeln
damit die Kinderaugen funkeln
Ich bin ein wahrer Weihnachtsheld

Oh gütiger Gebieter, Herr
Es freut mich meine Wohltat sehr
Drum stell mich auf die große Probe
auf dass der Engelschor mich lobe
Und machs mir heuer extra schwer

Mein Wunsch, er wurde nicht verwehrt
und Gott hat mein Gebet erhört
Am Heiligen Abend klopft am Tor
an der Hand vom gütigen Dorfpastor
ein Kindermörder, schwer gestört

An des Mörders and’rer Hand
Gekettet mit des Eisens Band
Einer, der statt zu beglücken
Die Witwen schnitt in viele Stücken
Mir aus der Krone wohlbekannt

Der dritte in diesem trostlosen Bund
ein Drogendealer mit aidskrankem Hund
Der Pastor seufzt: Auch sie brauchen Liebe
nicht nur Verachtung und Peitschenhiebe
So mach ihre dunklen Seelen gesund!

Gesagt, getan, ein Mann, ein Wort
schon ist der Pfaffe wieder fort
Und wirft mich in der Heil’gen Nacht
den Geiern vor um viertel Acht
Aus drei Paar Augen blitzt der Mord

Mir wird ganz angst und mir wird bang
so nimmt das Schicksal seinen Gang
ich teile das Brot, ich teile den Wein
und endlich schlafen die Schurken ein
beim zwölften Glockenklang

Dort schnarchen ihre Mörderseelen
träumen vom Töten, Rauben, Stehlen
Ich aber denke an die Frau’n und Kinder,
die Opfer dieser Menschenschinder
Eine Stimme beginnt mich zu quälen

Erlöse die Welt, so spricht der Herr
folgsam erfülle ich sein Begehr
damit meine Seele wird wieder gesund
erschieße ich die Ganoven plus Hund
mit Vaters altem Jagdgewehr

Im Gefängnishof füttere ich Tauben
träume dabei von Hafturlauben
jeden Advent schmück ich die Zelle
mal Abend für Abend Aquarelle
Ich bin ein guter Mann, das müssen Sie glauben

Sonntag, 9. Dezember 2007

Oscar - Danksagung

Ich danke der Regisseurin für die weibliche Hauptrolle in meinem Leben.
Bei der Ausstattung hast du zwar etwas gespart, aber für ein B-Movie wurde ein in weiten Teilen ansprechender Film daraus. Keine Mainstreamklamaukkomödie, sondern ein sinnlicher, humorvoller, schräger, politischer, emotionaler und poetischer Film. Eine atmosphärisch dichte Lebensgeschichte ohne hohen Anspruch und mit bisweilen eindringlicher Erotik, der an einigen Stellen die Tiefe fehlt.

Danke vor allem für die Auswahl meiner Partner. Manchmal hast du dich zwar im Casting buffen lassen und daneben gegriffen, aber meistens hatte ich das Glück, mit den Besten (und oft Schwierigsten) des Genres zu spielen. Du beweist eine einfühlsame Hand bei der Besetzung der bis in kleinste Nebenrollen hochkarätigen Charakterdarsteller, besonders der starken Frauenrollen in meiner Geschichte.

Das mit witzigen und tiefsinnigen Dialogen gespickte Drehbuch, die tragfähigen Spannungsbögen, und die Dramaturgie verbinden komische und tragische Elemente gekonnt miteinander. In einigen Szenen jedoch gerät die Balance zwischen komischer Ironie, spannendem Plot und unbarmherzigem Lebensdrama ins Wanken.

Danke dem Beleuchter und dem Kamerateam für das großartige Spiel aus Licht und Schatten. Die Kameraeinstellungen charakterisieren sich durch Nähe und Distanz zu den Figuren und der Handlung. Danke, dass ihr manche Szenen weichgezeichnet und andere einfach ausgeblendet habt.
Danke der Cutterin für den konsequenten, aber liebevollen Schnitt. Manchmal waren sie tief, die Schnitte, aber rückblickend muss ich erkennen, dass sie dem Leben oft neue Wendungen und dadurch mehr Spannung gegeben haben.

Ich weiß, es handelt sich nicht um einen Märchenfilm, aber habe ich trotzdem drei Wünsche frei?

Für die gefährlichen emotionalen Actionszenen wünsche ich mir ein Double, eine Emo-Stunt-Frau, sozusagen. Ich bin ja nicht mehr die Jüngste und möchte mich nicht mehr verletzen und nicht verletzen lassen.

Vom Beleuchter wünsche ich mir, dass er in Zukunft etwas sparsamer mit den Schatten umgeht. Sie tun meiner Herbst-Winter-Depression nicht gut.

Und als Drittes und Letzes wünsche ich mir eine klitzekleine Kleinigkeit: Ein Happy-End. Muss ja nicht so bald sein.

Sonntag, 2. Dezember 2007

Neuneinhalb Minuten

Die Karin schlüpft ins samtene Kleid
nachdem sie fertig ist mit Kochen
Im Bett liegt Werner, denn im Fernsehn läuft heut
die Erotiknummer „Neuneinhalb Wochen“

Rasiert, gebadet und gekämmt
die Schlüpfer frisch gewaschen
wird gleich beim Liebesfilm geschlemmt
und Bier getrunken - aus Flaschen

Wenn du willst, schlägt schüchtern der Werner vor
kann ich dir die Augen verbinden
Seit wann, so kontert sie mit Humor
vögelst du gern mit Blinden?

Und außerdem kann ich dann nicht
mehr sehen wie’s die Beiden treiben
Spricht sie und löscht das Deckenlicht
um sanft sich an Werner zu reiben

Als auf dem Bildschirm der Mickey Rourke
sich nach der blonden Kim verzehrt
träumt Karin von einer dicken Gurke
Während der Werner die Flasche leert

Das Treiben im Film erregt sie sehr
Ich will dich, sie stöhnt und grummelt
Auch Werner ist jetzt nach Geschlechtsverkehr
weshalb er am Reißverschluss fummelt

Er ist nicht wie Mickey mit Muskeln bepackt
Sie hat zu viel Speck auf den Hüften
Aber dennoch begehren sie sich nackt
und berauschen sich an ihren Düften

Sie streichelt zärtlich sein bestes Stück
er bemalt ihren Körper mit Sahne
Ach, Werner, haucht sie, Schlagobers macht dick
So nimm doch die reife Banane

Sie spreizt die Schenkel voller Lust
und spürt zunächst wie er sie leckt
Erregt greift sie sich an die Brust
als er die süße Frucht rein steckt

Die Karin kichert, das Obst ist zu weich
Und ihre Möse längst reif und saftig
Sie schreit: Mensch du, ich komme gleich!
Doch ich will deinen Schwanz – wahrhaftig!

Du kleine Hure musst ihn dir
verdienen, spricht er nun gewitzt
mit etwas Obers lutsch ihn mir
bevor die eig’ne Sahne spritzt

Zur Steigerung der Manneskraft
mag sie es lieber deftiger
bestreicht ihn mit dem Bratensaft
und saugt dann umso heftiger

Er fragt, als ihren Mund er fickt:
Willst du, dass ich uns zwei erlöse?
Die Frau, sie lächelt und sie nickt
Komm Liebster, nimm jetzt meine Möse

Gesagt, getan, gestöhnt, geschrien
Gepackt, gestoßen, geil geschaut
Sie geben sich einander hin
verschlingen sich mit Herz und Haut

Im Fernsehn läuft schon längst Reklame
ans Essen denken sie nicht mehr
Beim Kommen kommt zunächst die Dame
und Werner kommt gleich hinterher

Sie berühren sich zart, sie turteln und necken
es entspannen sich all ihre Glieder
Als Werner beginnt, ihre Finger zu lecken
haucht Karin: Ich könnte schon wieder!


Dieses Gedicht habe ich für einen von mir für mich ins Leben gerufenen Wettbewerb geschrieben, bei dem es darum ging, ein niveauloses, erotisches Gedicht zu verfassen

Sonntag, 25. November 2007

Das Versteck

Gefährlich glitzernde Geheimnisse
vergruben sie
damals
im Schatten
der großen Liebe

noch immer
wuchern wildwachsende Gefühle
und Erinnerungen
auf den Schätzen
und immergrün blüht die Sehnsucht

Tief drinnen
in ihren Herzen
vergilbt und zerfleddert

die Schatzkarte

Mittwoch, 14. November 2007

In Hülle und Fülle

Weise Worte, wahr

"Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen. Schreiben ist küssen mit dem Kopf." Aus Gut gegen Nordwind - Daniel Glattauer

Selbstgeschrieben


Barbara A. Fallnbügl (mein Mädchenname) Monika Pellkofer- Grießhammer
Jakob und der gewisse Herr Stinki


Barbara A. Lehner (Text) Eleonore Petzel (Musik)
Von Herzen und Seelen - CD

Neu

Wie geht es unserer Testsiegerin?
Wie geht es unserer Testsiegerin?
Lo - 5. Feb, 17:25
Vielen Dank! Du findest...
Vielen Dank! Du findest mehr von mir auf facebook ;-)
testsiegerin - 30. Jan, 10:40
Kurschatten ' echt keinen...
auch wenn diese deine Kur schon im Juni...xx? war,...
kontor111 - 29. Jan, 09:13
zum entspannen...Angel...meint
wenn ich das nächste Mal im Bett liege, mich verzweifelt...
kontor111 - 29. Jan, 08:44
"Pinguin"
"Pinguin"
bonanzaMARGOT - 11. Mär, 11:11
Sleepless im Weinviertel
Ich liege im Bett. Ich bin müde. Ich lese. Eine Romanbiografie...
testsiegerin - 13. Jan, 11:30
... ich könnte mal wieder...
... ich könnte mal wieder eine brasko-geschichte schreiben.
bonanzaMARGOT - 8. Jan, 07:05
OHHH!
OHHH! Hier scheint bei Twoday etwas nicht zu stimmen. Hoffentlich...
Lo - 7. Jan, 13:36

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